FLÜCHTLING VON HEUTE AUF MORGEN

Hey ihr Lieben,

es ist wieder soweit ich veröffentliche einen neuen Beitrag. Wie man aus der Überschrift entnehmen kann geht es in diesem Beitrag ein wenig um das Flüchtling da sein. Ich habe im letzten Jahr bereits darüber Berichtet, dass im anglophonen Teil von Kamerun eine Krise herrscht. Es war in letzter Zeit sehr ruhig und man hörte nur selten von der Krise. Wenn etwas geschah dann waren es Kleinigkeiten in Orten die von uns weit entfernt sind. Daher hofften alle dass es nun besser wird. Leider haben wir uns getäuscht. Ende Januar fing es wieder an unruhig in Bamenda und Kumbo zu werden. Militär und Polizisten wurden erschossen und ein Gewehr vom Militär wurde geklaut. Wir Freiwilligen aus dem anglophonen Teil haben davon glücklicherweise nichts mitbekommen da wir zu der Zeit auf unserem ersten Seminar in Kribi im frankophonen Teil waren. Unsere Organisation Brot für die Welt und unsere Landesmentoren entschieden auf dem Seminar spontan dass wir nach dem Seminar zuerst nach Bafoussam, ebenfalls frankophoner Part sollen. So waren wir von heute auf morgen Flüchtling. Es kam sehr überraschend für uns und wir hatten alle nur wenig Kleidung dabei, da wir damit nicht gerechnet haben. Ich kann aus meiner Sicht nur sagen das es sich total komisch anfühlt hier in Bafoussam im Frieden zu sitzen während meine Kollegen in Kumbo hocken. Den Leuten aus Kumbo geht es gut und sie haben Verständnis dafür das ich erst mal nicht zurück kann. Trotzdem ist es für mich Komisch zu wissen, dass ich in Sicherheit bin und in Kumbo sich die Lage von heute auf morgen ändern kann. Zur Zeit ist es dort ruhig und alles wie immer. Das kann ich bestätigen da ich letzte Woche kurz da war um etwas Kleidung zu holen. Es ist einfach unglaublich wie schnell man in eine andere Situation kommen kann innerhalb weniger Sekunden. Nun warten wir ab wie sich die Lage in Bamenda und Kumbo entwickelt. Zu 90% steht aber schon fest, dass wir unseren Freiwilligendienst in Bafoussam fortführen. Ich kann es verstehen und gehe deshalb positiv an dies heran. Natürlich wäre ich lieber in Kumbo, weil es mittlerweile einfach mein Zuhause geworden ist, aber ich kann auch Verstehen das unsere Sicherheit vorgeht. Ich sehe es als Chance eine neue Gegend kennen zu lernen und eine neue Sprache (französisch) zu erlernen. Ich denke auch hier kann ich mir ein neues Leben für die restlichen fünf Monate aufbauen, auch wenn es zunächst schwer wird. Aber wie sagt man so schön aller Anfang ist schwer und daher bin ich fest davon überzeugt dass ich auch hier eine schöne Zeit haben werde.

Unser Seminar war aber trotzdem weiterhin gut wie man auf dem Bild sehen kann.

Liebe Grüße aus Bafoussam

Luise 🙂

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