4090 METER HÖHE- MOUNT CAMEROON TOUR- AFFENINSEL

Hallo ihr Lieben 🙂 ,

nach einiger Zeit melde ich mich auch mal wieder. Kurze Information ich lebe jetzt Offiziell in Bafoussam und werde am 19.03.2018 hier in einer Schule anfangen zu arbeiten. Ich lebe nun nicht mehr alleine sondern bei einer netten Familie als Quasi Gastkind. Diese Familie ist aber nicht typisch kamerunisch, da die Frau eine deutsche ist und auch sonst die ganze Familie sich nicht typisch kamerunisch verhält. Ich fühle mich hier wohl und bin froh diese Familie gefunden zu haben.

Nun in der Zeit von meinem letzten Eintrag bis jetzt ist viel passiert. Zwei Freundinnen aus Deutschland waren für zwei Wochen zu Besuch. In dieser Zeit sind wir viel gereist, da ich wollte das sie viel von dem Land sehen. Ein Highlight was wir gemacht haben war die Viertages Tour auf den Mount Cameroon. Der Mount Cameroon hat eine Höhe von 4090 Meter und ist der höchste Berg in Westafrika. Es ist ein aktiver Vulkan, der aber lange keine Ausbrüche mehr hatte. Diese Tour haben wir mit einer Organisation gemacht die in einem Gefängnis in Buea den Insassen helfen eine gerechte Ausbildnng zu bekommen um so nach Freigang eine bessere Chance im Jobleben zu haben. Sie finanzieren sich mit diesen Touren um die Foundation zu unterstützen.

Unsere Tour startete an einem Dienstag wir waren fünf Freiwillige und unsere drei Besucher aus Deutschland. Es gab Porter die für uns Verpflegung, Wasser,Zelte, Isomatten und Schlafsäcke trugen. Zudem hatten wir Guides die mit uns gemeinsam losgingen und Abends auch zusammen ankamen. Unsere Tour ging bei 1000m Höhe los. Am ersten Tag sind wir schon relativ weit hoch gegangen, damit wir am zweiten Tag zeitig am Gipfel sind. Es war aber nicht so einfach wie man es sich vorstellt, da es immer höher ging und die Wege total schwierig zum laufen waren. Teilweise mussten wir etwas klettern . Diese Wege fand ich besonders schwierig, da es alles Steinig war und uneben war und ich persönlich des öfteren ausgerutscht bin. Als wir am Abend ankamen, waren wir alle geschafft und glaubten nicht daran den zweiten Tag durchzuziehen. Es war an der Station wo wir Zelteten sehr kalt, da wir schon relativ weit oben waren. Somit war meine Erste Nacht in der Höhe nicht allzu gut, da ich dort aufgrund der Kälte nicht viel schlafen konnte.

Am zweiten Tag starteten wir um 5:30 Uhr, da wir den Gipfel zeitig erreichen wollten und schon einige Höhenmeter runter gingen. Dieser Tag war mein Geburtstag und mit der anstrengendste von der Tour, da wir 15 Stunden Unterwegs waren. Wir erreichten den Gipfel zur Mittagszeit und befanden uns auf 4095 Meter Höhe. Wir waren alle sehr stolz auf uns das geschafft zu haben, dann kam aber auch schon die nächste Herausforderung, der Abstieg. Ich dachte bevor ich diese Tour gemacht habe immer das Hoch gehen schwieriger ist als runter gehen. Das stimmt aber leider nicht, es ist meiner Meinung fast gleich beziehungsweise an manchen stellen war der Abstieg sogar schwieriger. Vom Gipfel runter ist der Weg wie Rollsplitt und daher ist diese Strecke teilweise wie Ski fahren gewesen. Man war permanent am rutschen und fiel das ein oder andere mal auch zu Boden . Als wir diesen Weg geschafft hatten, waren wir heilfroh und dachten schlimmer kann es nicht mehr werden. Leider hatten wir uns da getäuscht und waren nicht mehr ganz so motiviert als wir vor der Steinwüste standen. Wir waren alle schon super geschafft, aber uns blieb keine Wahl wir mussten dort durch, da wir unser Camp erreichen wollten. Die Steinwüste war nicht unsere Lieblingsstrecke, da man sich sehr konzentrieren musste wo man hintrat und der Weg sehr uneben war. Als wir dann aber gegen 20:30 Uhr das Camp erreichten, waren wir heilfroh und sehr stolz darauf was wir an dem Tag geschafft hatten.

Tag Nummer drei begann gegen 6.30 Uhr. Wir wollten Früh los, da wir an diesem Tag durch den Regenwald gingen und hofften Elefanten an der Trinkstelle zu sehen. Der Tag durch den Regenwald war für mich persönlich mein Favorit. Es war super schön durch diese Natur zu Wandern und den Geräuschen der verschiedenen Tieren zu lauschen. Elefanten sahen wir leider nicht, da sie uns vermutlicher weise rochen und unsere Gruppe einfach zu groß dafür war. Dafür sahen wir aber frische Elefantenspuren und einige von uns eine Antilope an der Wasserstelle. Ich habe leider keine Tiere sehen können, da ich den Weg so rutschig fand, dass ich mehr auf dem Boden lag als das ich lief. Somit hatte unser Guide auch kein Glück die Antilope zu sehen, da er mit mir lief und mich immer wieder vom Boden aufsammelte. Der Regenwald ist aber super schön und man fühlt sich Teilweise wie in Szenen von Filmen wenn man so durch den Dschungel zieht. Der Wald machte aber seinen Namen alle ehre und beglückte uns ab der Mittagszeit den ganzen Tag mit Regen. Ungefähr auf der Hälfte der Strecke teilten wir die Gruppe da ich und eine weitere aus dem Team nicht mehr so schnell laufen konnten. Wir kamen zwar nicht im dunkeln an aber liefen trotz dessen ein wenig in der Dämmerung durch den Wald. Dies war besonders Toll, weil die Tiere anfingen aufzuwachen und man viel Geschrei von den Affen hörte. Unser Camp erreichten wir noch einigermaßen im Hellen. Dieses lag in einer Lichtung im Regenwald. Nass und Kaputt setzen wir uns vor das Feuer und ließen den letzten Abend gemütlich ausklingen.

Am vierten Tag erreichten wir nach zwei Stunden unser Ziel, den Strand in Limbe. Nach vier Tagen Anstrengung und viel Gemotze, waren alle super glücklich und stolz und sprangen erst mal ins Meer.

Die Tour war eine meiner schönsten Erlebnisse in Kamerun. Zum einen weil ich diese zusammen mit meinem Besuch aus Deutschland erleben konnte. Zum anderen weil ich auf dieser Tour des öfteren gedacht habe abzubrechen und vieles negativ sah und jetzt um so mehr stolz auf mich bin das ich es geschafft habe. Am Ende sieht man ja meist nur die positiven Dinge die man erlebt hat. Ich bin wie bereits erwähnt super stolz auf mich und meine Gruppe, da wir ein Super Team waren und auf jeden geachtet haben egal wie schnell oder langsam, stark oder schwach er war.

Ein zweites Erlebnis war der Besuch auf der Affeninsel in Marienberg. Hier leben Schimpansen im Wald unter Betreuung von Einheimischen und Praktikanten von Weltweit. Um auf die Insel zu kommen muss man mit dem Boot rüber setzen. Ich verbrachte dort einen Nachmittag mit meinen Freundinnen. Man sitzt in einer Lichtung des Waldes und kann dort mit den Affen spielen und sie beobachten. Ich fand es total schön, da die Insel nicht einem Zoo ähnelt, sondern die Affen sich frei bewegen können ohne das sie eingezäunt sind. Man merkt das es den Affen dort gut geht und die Pfleger sehr bekümmert um sie sind. Beobachten konnte ich, dass jeder Affe seinen Pfleger hatte den er liebte. So war es auch ab und an schwer wenn der Pfleger uns den Affen geben wollte, da der Affe lieber bei dem Pfleger bleiben wollte. Außerdem muss man auch aufpassen bei den Schimpansen, da sie sehr verspielt sind. Daher vergriffen sie sich an dem Oberteil meiner Freundin und rissen ein Stück davon ab. Nach einiger Zeit dort hatten wir genug gesehen und erlebt und wollten wieder zurück. Auf dem Weg zum Land besuchten wir noch die gegenüberliegende Insel. Hier leben die älteren Affen. Wir sahen die Insel nur vom Boot aus und warfen Obst für die Affen dorthin. Dieser Tag bleibt mir ebenfalls lange in Erinnerung und ich bin froh das ich diese Event gemacht habe.

So ihr Lieben das war es für heute auch schon wieder von mir. Ich hoffe euch gefällt der Bericht und die angehängten Fotos.

Bis zum nächsten mal.

Liebe Grüße Luise 🙂