THE PUBLIC TRANSPORT IN CAMEROON

Hey ihr Lieben,

nach über einem Monat bin ich nun mal wieder dabei einen Blogeintrag für euch zu schreiben. Ich habe Weihnachten und Silvester bei ca. 30 Grad verbracht. Aber nicht in Kumbo sondern in Limbe am Meer und in Douala. Um dort hinzukommen muss ich jedes mal mit dem Public Transport, also Öffentlichen Verkehrsmitteln fahren. Dieses ist jedes mal aufs neue aufregend und spannend, da man nie weiß was einem auf der Fahrt begegnen kann. Zum einem hab ich ja schon mal erzählt, dass man hier mit super vielen Leuten in einem Auto sitzt oder Bulli. Das andere ist, dass man alleine auf einer kleinen Strecke von Kumbo nach Bamenda um die fünf bis sechs Kontrollen hat, wo der ganze Bulli aussteigen muss. Kontrolle ist in dem Sinne Polizei, Militär oder Gendamerie. Man zeigt diesen Leuten seinen Pass und wenn man Glück hat kommt man direkt durch ohne weitere Diskussion. Ich spreche das Thema Diskussion an bei den Kontrollen, da es für uns Weißen nicht immer so einfach ist. Ich persönlich reise immer mit einer beglaubigten Kopie von meinem Pass, da es hier sicherer ist. Man weiß nie was die Personen an den Kontrollen für Leute sind und so kann es durchaus sein, dass diese mit deinem Original Pass einfach abhauen. Daher benutze ich die Kopie, die von der Polizei unterschrieben ist und somit legalisiert wird damit zu reisen. Trotzdem meinen viele Polizisten oder Militär, dass ich damit nicht reisen kann. Also muss ich des öfteren erklären warum ich damit reise und wo mein echter Pass ist und meistens lassen sie mich dann gehen. Problematisch wird es nur wenn diese Leute nicht lesen können, was hier nicht unüblich ist. Ein groß teil des Militär kann nicht lesen und daher wird man dann entweder zu den Polizisten an der Kontrolle geschickt oder zu einer Person die lesen kann. Mir persönlich ist aufgefallen, dass die Polizisten hier eigentlich alle lesen können und die Militärei nicht. Als ich also im letzten Jahr kurz vor Weihnachten mit Maria einer Mit freiwilligen nach Douala reiste begegneten wir einem nicht so freundlichem Militär Mann. Die Strecke von Bamenda nach Douala wird immer mit einem Reisebus gemacht und wir bevorzugen es über Nacht zu reisen. Es war also mitten in der Nacht und alle Passagiere aus dem Bus mussten mal wieder für eine Kontrolle aussteigen. Maria und ich stiegen aus und gingen wie selbstverständlich zum Militär und gaben ihm unsere Kopien. Vermutlicher weise konnte dieser nicht lesen, da er uns direkt zum Chef schickte. Wir gaben diesem unsere Pässe und er begann uns zu Fragen warum wir damit reisen würden und das er jetzt auf der Stelle unsere Originalen Pässe haben möchte. Ich erklärte ihm ganz normal warum wir damit reisen und das es definitiv erlaubt und legal ist. Der Mann wurde immer lauter und fing an zu behaupten, dass wir unser Visum gefälscht haben und daher mit den Kopien rumlaufen. Ich versuchte mit ihm zu Diskutieren, aber er ließ mich nicht zu Wort kommen und verlangte dass wir bis jemand unsere Originalen Pässe bringt bei ihm bleiben müssen. Kurz gesagt, er wollte uns festnehmen. Da ich keine Chance hatte mit ihm zu reden bat ich unseren Busfahrer uns bitte zu helfen. Dieser sprach mit dem Militärchef, Nach einigen Minuten fragte der Fahrer uns wer die ältere von uns beiden sei. Dies war in dem Falle ich. Wir gingen einen Schritt zur Seite und der Fahrer fragte mich ob ich 1000 france (1,50€) habe. So kam es also soweit das wir den Chef mit 1000 france bestochen und dann gehen durften. Hier in Kamerun herrscht viel Hierarchie, daher war es nichts neues dass die Ältere zahlen musste,.

An sich kann einem beim Reisen aber auch durchaus mal ein Stau oder eine Panne begegnen. Das ich auf der Strecke von Kumbo nach Bamenda im Stau stehen kann, damit habe ich nicht gerechnet. Auf diesem Weg ist nicht viel Verkehr daher war es sehr überraschend als der Bulli auf einmal anhielt und wir eine Menge von Autos vor uns hatten, diese standen und der Stau war in beiden Richtungen. Auslöser war ein Regen ein paar Stunden zuvor. Da es auf dem Weg fast nur Sandwege gibt, war es zu matschig geworden und die Autos haben sich festgefahren. Kameruner sind sehr offene Hilfsbereite Menschen und deshalb dauerte es auch nicht lange bis sich ein Paar Männer bereit erklärten die Autos raus zuziehen.

Ich musste also ca eine Stunde warten bis es weiter ging und sah mir in der Zeit das Spektakel an.

Hier sind ein Paar Fotos von dem Stau.

Zudem hatte ich letztens auf dem Weg nach Douala das Glück, dass der Bus liegen blieb. Da ich wie gesagt meist über Nacht reise war es mitten in der Nacht und wir mussten 4 Stunden auf einen Ersatzbus warten. Also kamen einige auf die Idee ein Lagerfeuer zu machen und so warteten wir die Stunden am Feuer.

Wie ihr seht, ist das Reisen hier jedes mal aufs Neue ein Abenteuer mit den verschiedensten Geschichten.

Anbei sind noch ein Paar Fotos vom Car Park bei mir in Kumbo, vom Lagerfeuer und aus dem Bus.

Ich melde mich bald wieder mit neuen Geschichten aus Kamerun.

Liebe Grüße Luise 🙂