FOOD AND LIFE IN KUMBO

Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich euch ein bisschen über das Leben in Kumbo und vor allem das Essen berichten. Kumbo ist eine Kleinstadt im anglophonen Teil und mein Zuhause seit vier Monaten. Rund um Kumbo herum gibt es viele kleine Dörfer. Aus dem Grund sind Lebensmittel hier super günstig und meist frischer als beispielsweise in Bamenda,(90 km von Kumbo entfernt). Obst und Gemüse kommt aus den kleinen Dörfern, da dort die ganzen Felder sind wo es angebaut wird. Das heißt, diese Lebensmittel haben keinen langen Transportweg, da die Dörfer nur 30 Minuten von Kumbo entfernt sind. Das Obst ist hier super frisch und total lecker und man kann es nicht mit dem Importierten Obst aus Deutschland vergleichen. Ich hätte es vorher nicht gedacht, aber Bananen und Ananas zum Beispiel schmecken hier ganz anders und viel besser als die aus Deutschland. Außerdem läuft das Einkaufen auch anders als in Deutschland. Ich gehe hier regelmäßig auf den Markt und besorge mir dort Obst und Gemüse. Es ist aber nicht wie in Deutschland, dass man feste Preise hat hier muss man handeln. Vor allem ist es wichtig, dass man die Preise weiß, da die Leute einen sonst die Dinge für viel mehr Geld verkaufen, gerade bei Leuten wie uns die nicht Einheimischen. Mittlerweile habe ich es ganz gut raus und weiß auch für welchen Preis ich etwas bekomme. Außerdem ist es hier nicht so, dass man sagt man möchte zwei Zwiebeln sondern man sagt für wie viel man etwas möchte. Beispielsweise sag ich dann ich möchte Zwiebeln für 100 France und bekomme dann die Menge an Zwiebeln die für den Preis vorgesehen sind.

Komme ich zu den Preisen um einen Vergleich zu Deutschland zu machen. Hier auf dem Foto seht ihr eine Menge Bananen, diese Menge kostet umgerechnet 7 Cent. Ihr seht also es ist super günstig und für euch wahrscheinlich unvorstellbar, aber ich erzähle euch keinen Mist der Preis ist echt.

Melonen bekomme ich in dieser Größe für 76 Cent.

 

Auf diesem Foto seht ihr die Adamsfrucht oder im Dialekt Chico genannt. Man beißt unten ein Stück ab um eine Öffnung zu haben und saugt die Chico dann einfach nur aus. Geschmacklich ist es süß-säuerlich. Chicos sind meine Lieblingsfrüchte hier und vergleichsweise günstiger als manch anderes Obst, da man sechs oder sieben Chicos für 15 Cent bekommt.

Gerade ist Saison von Passionsfrüchten. In Kamerun ist generell so, dass man Obst nur Sasionweise bekommt, daher habe ich auch jetzt erst Passionsfrüchte kaufen können. Man bekommt 4 Passionsfrüchte für 15 cent.

Außerdem beginnt nun die Avocadosaison. Dann bekommt man Avocados super günstig für ca 2 Cent. Die Avocado auf dem Foto ist noch eine der teureren, da es Avocados die ganze Zeit zu kaufen gab aber diese waren Importiert. Unter Teuer verstehe ich hier 100 France also 15 cent. So viel hat diese Avocado gekostet. Aber auch diese schmecken hier ganz anders und viel besser und sie sind auch viel Größer.

Ihr seht also ich lebe hier im Paradies von Früchten, die nicht nur gut schmecken sondern auch total günstig sind.

Auf diesen Bildern könnt ihr den Markt von Draußen sehen, hier bekomme ich mein Obst und Gemüse. Von dem inneren des Marktes habe ich zur Zeit kein Bild, aber dort bekommt man Dinge wie Schuhe, Kleidung, Haushaltsdinge, Elektronik,Getränke, Stoffe und vieles mehr.

Ich hatte ja schon mal erwähnt, dass man hier wenig mit Taxen unterwegs ist sondern mehr mit dem Motorrad. Das heißt, dass ich sämtliche Einkäufe auf dem Bike transportiere, was komischerweise immer gut klappt. Hier ist ein Foto von mir mit meinen Einkäufen.

Auf diesem Bild seht ihr die sogenannte Motostation. Diese befindet sich am Markt und hier bekommt man dann Bikes um in die anderen Viertel zu fahren. Dieser Viertel am Markt heißt Mmbwe.

In Kumbo ist nun Trockenzeit und der Staub beginnt zu wehen. Auf den Fotos könnt ihr sehen, dass die Straßen nicht asphaltiert sind und es eine Menge Staub gibt. Es ist also nicht leicht mit dem Bike zu fahren ohne Dreckig am ganzen Körper und Gesicht zu werden. Das Problematische daran ist, dass man sich dagegen nicht schützen kann und daher am Ende des Tages immer bedeckt vom Staub ist. Auf den Bildern seht ihr nicht nur den Staub, sondern auch ein Paar Bilder von Kumbo.

Das ist einer der Müllkippen in Kumbo.

 

Zum Leben in Afrika,Kamerun,Kumbo gehört es sich auch mindestens einmal Rastas ausprobiert zu haben. Ich habe es gewagt und mir jetzt schon zum Zweiten mal hier die Haare zu Rastas machen lassen. Es ist aber kein Spaß, da es furchtbar an der Kopfhaut zieht wenn man sie bekommt und auch seine Zeit braucht. Ich habe beim ersten mal 5 Stunden im Salon verbracht bis meine Haare komplett zu Rastas verarbeitet wurden. Man benutzt hierzu Mash, dass isnd künstliche Haare die mit den natürlichen Haaren verarbeitet werden. Das ganze kann 4 bis 6 Wochen drin bleiben.

Das war es dann auch für heute schon wieder. Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Eindruck vom Essen machen und auch mehr oder weniger über das Leben in Kumbo.

Ich freue mich schon auf den nächsten Bericht für euch.

Liebe Grüße aus Kumbo 🙂