Die Anglophone Situation

Hallo ihr Lieben

Es ist etwas Zeit seit meinem letzten Blogeintrag vergangen und ich kann mich nun endlich wieder melden. Ich wollte diesen Eintrag dazu nutzen euch die derzeitige Situation zu erklären. Ich weiß das sich einige von euch sorgen machen, daher ist es Wichtig euch zu erklären was die Anglophone Situation wirklich ist und wie dramatisch es ist oder auch nicht.

Ich habe bereits in einem Blogeintrag kurz darüber berichtet, dass der anglophone Teil in jeder Hinsicht benachteiligt wird und daher stille Streiks herrschen.

Der anglophone Teil wird auch Ambazonien genannt. Die Ambazonias, also die Anwohner im anglophonen Teil möchten, dass Ambazonien nicht mehr benachteiligt wird, also das nicht nur der frankophone Teil im Vordergrund steht, sondern das ganze Land gleich behandelt wird. Dies ist leider nicht der Fall, daher gab es in letzter Zeit einige Proteste und Streiks. Die Ambazonias kämpfen für Ambazonien, dafür dass es ein eigener Staat wird oder das komplette Land gleich behandelt wird. Diese Leute sind keine gefährlichen Menschen, es sind lediglich die Bewohner im anglophonen Teil diese für Ambazonien kämpfen. Das Problem an diesen ganzen Streiks und Protesten ist nur, dass die Leute es an diesen Tagen übertreiben und sich zu sehr dort rein steigern. Sie reagieren nicht auf Befehle von der Polizei und dem Militär. Daher kommt es durchaus zu Schüssen und Leute sterben. Ein Problem in Kamerun ist, dass Polizei und Militär dann schießen dürfen wenn sie es für richtig halten. Genau aus diesem Grund kommt es an solchen Tagen dazu das manchmal Leute sterben oder angeschossen werden. Das klingt für außenstehende jetzt schrecklich und jeder der diesen Eintrag liest, ist jetzt wahrscheinlich noch mehr besorgt um mich. Ich kann aber nur ausdrücklich sagen, dass kein Grund zur Sorge besteht, da ich an solchen Tagen immer im Haus bleiben muss und nichts davon mitbekomme. Außerdem bin ich an diesen Tagen nie alleine. Brot für die Welt und auch unseren Mentoren ist es wichtig, dass die Freiwilligen im anglophonen Teil diese Tage gemeinsam verbringen. Das heißt, dass ich entweder in Bamenda bin oder die Freiwilligen aus Bamenda bei mir in Kumbo sind. Zudem werden wir hier wirklich gut beschützt und werden früh genug in Kenntnis darüber gesetzt wenn etwas anliegt. Da letzte Woche das ganze Wochenende über gestreikt wurde, haben unsere Mentoren beschlossen dass wir das Wochenende in Bafoussam im frankophonen Teil verbringen. Wir nutzten die Chance und besuchten Ruben unseren Mitfreiwilligen dort. Darüber berichte ich gleich um nochmal. Um auf die Streiks zurück zu kommen. Es ist jetzt ruhig im anglophonen Teil und es sind derzeit auch keine neuen Streiks geplant. Ich kann nur nochmal betonen, dass es mir und auch den anderen gut geht. Wir sind nicht in Gefahr, solche Tage sind für uns wie Sonntage in Deutschland. Den ganzen Tag im Haus verbringen und nichts machen. Wir bekommen wirklich gar nichts mit was sich draußen abspielt. Ich fand es nur wichtig kurz einmal darüber zu berichten.

Kommen wir zu meinem Besuch bei Ruben in Bafoussam. Ruben wohnt nicht direkt in Bafoussam, sondern in einem kleinen Nebenort Namens Mbou. Dieser Ort ist so klein, dass es hier zwar das nötigste zu kaufen gibt man aber ansonsten immer nach Bafoussam muss. Bafoussam ist keine schöne Stadt. Der Markt ist viel zu voll, es sind zu viele Menschen dort und durch den vielen Verkehr ist die Luft dort auch nicht sonderlich schön. In Mbou bei Ruben, ist dahin gegen ruhig und Landschaftlich super schön. Wir sind den einen Tag vom Mbou nach Bafoussam durch die Natur gelaufen. Hier von stelle ich später Bilder rein. Im ganzen war es ein schönes Wochenende dort, aber mir gefällt es im anglophonen Teil dann doch besser, da meine größte Schwierigkeit war mich zu verständigen. Mein Französisch ist nicht gut genug um mich zu Unterhalten oder was zu bestellen wie Kaffee oder ähnliches. Daher war ich heilfroh als ich mich dann wieder in Englisch unterhalten konnte.

Ein Papaya Baum

Bambus

Komm ich nun zu einem neuen Thema. Ich habe in Kumbo bereits neue Leute kennengelernt sowohl Deutsche Freiwillige wie auch Kameruner. Ich bin nun Mitglied einer Organisation, die gerade gegründet wird. In dieser sind wir drei Deutsche Freiwillige und der Rest Junge Kameruner im Alter ab 18. Es ist eine Organisation für Menschen Rechte, die Entwicklung junger Menschen und die Umwelt in Kamerun. Der Name ist Kumbo Youth Development and Environmental. Allerdings kann ich noch nicht mehr berichten über diese Organisation, da wir bisher erst ein Treffen hatten. Außerdem bin ich mit den Leuten von der Organisation ein Wenig die Umwelt und Natur in Kumbo erkunden gegangen. Es ist wahnsinnig schön gewesen. Bilder stelle ich natürlich auch mit rein. Auf dem Weg haben wir uns umgeschaut ob es Platz gibt um Dinge zu Pflanzen und hierbei die Jugendlichen mit einzubeziehen. Dies ist ein Punkt, den wir in unserer Organisation planen. Wir wollen die Jugend mehr einbeziehen und ihnen zeigen, was es überhaupt alles für Pflanzen gibt und für was man sie verwenden kann. In der nächsten Zeit werde ich euch einen Ausführlichen Beitrag zu der Organisation schreiben.

Das war es den auch für heute schon wieder von mir und ich werde mich bald wieder melden.

Liebe Grüße Luise 🙂