Meine erste Woche in Kamerun

So jetzt bin ich seit einer Woche in Kamerun und habe bereits viel erlebt. Die ersten vier Tage war ich mit den anderen Freiwilligen von Brot für die Welt auf einem Seminar in Douala, eine größere Stadt in Kamerun. Am ersten Abend gingen wir durch die Stadt und ich bekam meine erste Liebeserklärung von einem Kameruner. Als wir ihm sagten das er aufhören soll, verlangte er Geld. Mit ein bisschen herum gerede ging er auch ohne das Geld. Außerdem waren wir in einer Bar und fuhren zu neunt mit dem Taxi plus fahrer. Das ist in Kamerun normal es werden so viele Leute wie möglich in ein Taxi gesteckt. Auf dem Rückweg gingen wir zu Fuß zu unserer Unterkunft und Ruben ein Mitfreiwiliiger schaute nicht auf dem Boden und war in einem Gulli verschwunden. Kamerun ist längst nicht so entwickelt wie Deutschland, von daher ist so ein offenes Loch mitten auf dem Gehweg dort etwas ganz normales. In Douala besuchten wir den Markt und waren alle Überrascht, da es dort undglaublich viel frisches Obst und Gemüse gibt, aber auch viel Fleisch und Fisch. Zu dem Fleisch und Fisch muss ich sagen, dass wir als Europäer das dort nicht kaufen sollten, da es direkt auf dem Markt zerlegt wird und nicht gerade hygienisch ist.  Essen in Kamerun ist ein wichtiger Punkt, man isst rund um die Uhr. Jeder bietet einem was an und die Portionen sind so viel, aber es ist unhöflich nicht auf zu essen und das essen abzulehen. Da ich gerade erst neu bin akzeptieren die Leute es bei mir wenn ich es nicht auf esse.

Seit Donnerstag Abend bin ich in Kumbo in der Stadt in der ich meinen Freiwillgendienst verbringe. Ich habe hier eine super große Wohnung mit Küche, Bad, Wohnzimmer und zwei Schlafzimmern.  Meine Wohnung ist eher für Wohlhabendere Leute. Ich besitze eine normale Toilette und habe einen Herd mit Backofen. Viele Kameruner kochen über einer Feuerstelle in ihrer Küche und haben nicht den Bonus den ich besitze. Die Wohnung ist in dem Viertel Tobin und in einer sehr sicheren Lage. In den ersten Tagen in Kumbo verbringe ich jeden Tag mit meiner Mentorin, da die Schule aufgrund der Ferien erst im September beginnt. Meine Mentorin hilft mir mich in Kumbo zu orientieren und fährt mit mir an viele Orte die wichtig sind. Zum Beispiel der Main Markt, hier bekommt man alles an Obst und Gemüse, Kleidung und Stoffen. Außerdem ist hier der Super Markt in dem ich Dinge wie Wasser und Öl kaufen kann. Dann gibt es einen Ort an dem ich Brot bekomme.  Es ist wichtig, dass man die Namen der Orte weiß, da man im Taxi immer nur den Ort sagt. Wenn ich also Brot kaufen möchte muss ich im Taxi square sagen, da dies der Ort ist wo ich es bekomme. Klingt zunächst kompliziert, aber ich habe es mittlerweile Verstanden. Ich denke mit der Zeit werde ich mich dort super Orientieren können. Außerdem habe ich gemerkt, das ich mich super schnell hier an die Veränderungen gewöhne. Zum Duschen gibt es in Kamerun nur kaltes Wasser. Am ersten Tag war es ein totaler Schock für mich aber mittlerweile ist es okay für mich unter die kalte Dusche zu gehen.

Ich werde versuchen in den nächsten Tagen wieder zu Bloggen und dann Bilder von meiner Wohnung online zu stellen.

Bis die Tage und Liebe Grüße nach Deutschland 🙂

Hier sind nun ein Paar Bilder von der Umgebung dort.

Vorfreude steigt

Hey Leute,

in 4 Tagen werde ich Deutschland verlassen und in den Flieger richtung Kamerun steigen. Mittlerweile steigt bei mir die Vorfreude aber ich bin auch aufgeregt und verlasse das Land mit gemischten Gefühlen. Ich verlasse meine Familie, Freunde, meinen Freund und Verwandte für ein Jahr. Da ist es ganz normal und Menschlich, dass ich mich nicht nur freue sondern auch traurig bin meinen engen Personenkreis zu verlassen. Diese Personen sind dann zunächst erstmal nicht mehr greifbar für mich und ich kann nicht wie sonst bei Problemen zu meinen Freunden gehen sondern bin dort am Anfang auf mich alleine gestellt und muss mir erstmal für das Jahr einen neuen Personenkreis aufbauen den ich mich anvertrauen kann. Trotz dessen ist meine Vorfreude groß ich bin einfach so gespannt was ich in diesem Jahr alles erlebe. Am meisten bin ich erstmal auf die Ankunft gespannt und auf die Menschen die uns, also die sechs anderen Freiwilligen die mit mir dorthin gehen abholen. Ich kann mir noch gar nicht vorstellen wie es dort aussieht und wie das Leben dort ist, wie meine Wohnung ist und die Arbeit. Wenn auch ihr mehr darüber wissen möchtet, dann schaut doch mal ab und zu hier rein. Ich werde versuchen mich nächste Woche zu melden wenn ich in Kamerun angekommen bin.

Liebe Grüße

Luise 🙂