FOOD AND LIFE IN KUMBO

Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich euch ein bisschen über das Leben in Kumbo und vor allem das Essen berichten. Kumbo ist eine Kleinstadt im anglophonen Teil und mein Zuhause seit vier Monaten. Rund um Kumbo herum gibt es viele kleine Dörfer. Aus dem Grund sind Lebensmittel hier super günstig und meist frischer als beispielsweise in Bamenda,(90 km von Kumbo entfernt). Obst und Gemüse kommt aus den kleinen Dörfern, da dort die ganzen Felder sind wo es angebaut wird. Das heißt, diese Lebensmittel haben keinen langen Transportweg, da die Dörfer nur 30 Minuten von Kumbo entfernt sind. Das Obst ist hier super frisch und total lecker und man kann es nicht mit dem Importierten Obst aus Deutschland vergleichen. Ich hätte es vorher nicht gedacht, aber Bananen und Ananas zum Beispiel schmecken hier ganz anders und viel besser als die aus Deutschland. Außerdem läuft das Einkaufen auch anders als in Deutschland. Ich gehe hier regelmäßig auf den Markt und besorge mir dort Obst und Gemüse. Es ist aber nicht wie in Deutschland, dass man feste Preise hat hier muss man handeln. Vor allem ist es wichtig, dass man die Preise weiß, da die Leute einen sonst die Dinge für viel mehr Geld verkaufen, gerade bei Leuten wie uns die nicht Einheimischen. Mittlerweile habe ich es ganz gut raus und weiß auch für welchen Preis ich etwas bekomme. Außerdem ist es hier nicht so, dass man sagt man möchte zwei Zwiebeln sondern man sagt für wie viel man etwas möchte. Beispielsweise sag ich dann ich möchte Zwiebeln für 100 France und bekomme dann die Menge an Zwiebeln die für den Preis vorgesehen sind.

Komme ich zu den Preisen um einen Vergleich zu Deutschland zu machen. Hier auf dem Foto seht ihr eine Menge Bananen, diese Menge kostet umgerechnet 7 Cent. Ihr seht also es ist super günstig und für euch wahrscheinlich unvorstellbar, aber ich erzähle euch keinen Mist der Preis ist echt.

Melonen bekomme ich in dieser Größe für 76 Cent.

 

Auf diesem Foto seht ihr die Adamsfrucht oder im Dialekt Chico genannt. Man beißt unten ein Stück ab um eine Öffnung zu haben und saugt die Chico dann einfach nur aus. Geschmacklich ist es süß-säuerlich. Chicos sind meine Lieblingsfrüchte hier und vergleichsweise günstiger als manch anderes Obst, da man sechs oder sieben Chicos für 15 Cent bekommt.

Gerade ist Saison von Passionsfrüchten. In Kamerun ist generell so, dass man Obst nur Sasionweise bekommt, daher habe ich auch jetzt erst Passionsfrüchte kaufen können. Man bekommt 4 Passionsfrüchte für 15 cent.

Außerdem beginnt nun die Avocadosaison. Dann bekommt man Avocados super günstig für ca 2 Cent. Die Avocado auf dem Foto ist noch eine der teureren, da es Avocados die ganze Zeit zu kaufen gab aber diese waren Importiert. Unter Teuer verstehe ich hier 100 France also 15 cent. So viel hat diese Avocado gekostet. Aber auch diese schmecken hier ganz anders und viel besser und sie sind auch viel Größer.

Ihr seht also ich lebe hier im Paradies von Früchten, die nicht nur gut schmecken sondern auch total günstig sind.

Auf diesen Bildern könnt ihr den Markt von Draußen sehen, hier bekomme ich mein Obst und Gemüse. Von dem inneren des Marktes habe ich zur Zeit kein Bild, aber dort bekommt man Dinge wie Schuhe, Kleidung, Haushaltsdinge, Elektronik,Getränke, Stoffe und vieles mehr.

Ich hatte ja schon mal erwähnt, dass man hier wenig mit Taxen unterwegs ist sondern mehr mit dem Motorrad. Das heißt, dass ich sämtliche Einkäufe auf dem Bike transportiere, was komischerweise immer gut klappt. Hier ist ein Foto von mir mit meinen Einkäufen.

Auf diesem Bild seht ihr die sogenannte Motostation. Diese befindet sich am Markt und hier bekommt man dann Bikes um in die anderen Viertel zu fahren. Dieser Viertel am Markt heißt Mmbwe.

In Kumbo ist nun Trockenzeit und der Staub beginnt zu wehen. Auf den Fotos könnt ihr sehen, dass die Straßen nicht asphaltiert sind und es eine Menge Staub gibt. Es ist also nicht leicht mit dem Bike zu fahren ohne Dreckig am ganzen Körper und Gesicht zu werden. Das Problematische daran ist, dass man sich dagegen nicht schützen kann und daher am Ende des Tages immer bedeckt vom Staub ist. Auf den Bildern seht ihr nicht nur den Staub, sondern auch ein Paar Bilder von Kumbo.

Das ist einer der Müllkippen in Kumbo.

 

Zum Leben in Afrika,Kamerun,Kumbo gehört es sich auch mindestens einmal Rastas ausprobiert zu haben. Ich habe es gewagt und mir jetzt schon zum Zweiten mal hier die Haare zu Rastas machen lassen. Es ist aber kein Spaß, da es furchtbar an der Kopfhaut zieht wenn man sie bekommt und auch seine Zeit braucht. Ich habe beim ersten mal 5 Stunden im Salon verbracht bis meine Haare komplett zu Rastas verarbeitet wurden. Man benutzt hierzu Mash, dass isnd künstliche Haare die mit den natürlichen Haaren verarbeitet werden. Das ganze kann 4 bis 6 Wochen drin bleiben.

Das war es dann auch für heute schon wieder. Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Eindruck vom Essen machen und auch mehr oder weniger über das Leben in Kumbo.

Ich freue mich schon auf den nächsten Bericht für euch.

Liebe Grüße aus Kumbo 🙂

Der König und die Reise zum Meer

Hallo ihr Lieben,

Heute werde ich euch meine Geschichte vom König erzählen. Es begann alles Ende Oktober. Ich bin wie jeden morgen zur Arbeit gegangen und mir wurde dann meine Tasche geklaut mit Handy, Geld und meinem Schlüssel. Der Dieb ging als in mein Haus aber entwendete dort nur das restliche Geld was ich dort deponiert hatte. Daraufhin ging ich zur Polizei und schilderte meinen Fall. Diese machte leider nicht wirklich viel und war mir keine große Hilfe. Meine Mentorin schlug dann vor zum Palast zu gehen und sich beim König zu beschweren. In Kamerun gibt es in den Orten und Städten wo es einen Palast gibt immer einen Fon. Der Fon ist der König und kann zum Beispiel bei Diebstählen oder anderen Vorfällen zur Hilfe gezogen werden. An dem Tag als wir zum Palast gingen musste ich mir ein Kleid anziehen, da dies Tradition ist und man als Frau nicht in Hose dort auftreten darf. Beim Palast angekommen sprachen wir mit dem Assistenten von dem Fon der uns dann zum Fon reinließ. Ich war dort mit meiner Mentorin und meiner Kollegin. Sie gingen vor und wir mussten uns dann gebückt vor dem Fon stellen. Die Tradition besagt, dass man mit dem Fon nur in der lokalen Sprache reden darf, in Kumbo ist das Lamnso. Außerdem spricht man nicht direkt zum Fon sondern zum Assistenten der dann mit dem Fon redet und für ihn antwortet. Ich durfte nicht zu ihm reden, da ich kein Lamnso kann. Es war also die Aufgabe von meiner Mentorin die Situation zu schildern und daraufhin erklärte uns dann der Assistent was nun geschieht. Der Fon entschied eine Tradition in meinem Haus und meinem Viertel zu machen um die ganze Sache noch mehr Publik zu machen und so den Täter zu finden. Kameruner sind super Abergläubisch und man sagt, dass wenn der Fon seine Tradition bei so einem Falle ausübt, dass der Täter stirbt wenn er die Sachen nicht zurück bringt. Von bisherigen Erzählungen habe ich mitbekommen, dass die geklauten Gegenstände meist nach ein Paar Wochen auftauchten, da die Leute zu viel Angst davor haben zu sterben. Daher entschied ich mich für die Tradition von dem Fon. Ich musste ihm dann 3000 France geben, das sind 4,50 € die er für Sprit haben wollte. Die Tradition wird immer am Abend ausgeführt da es dort Dunkel ist und besser wirken soll. Meine Mentorin fuhr also Abends mit dem Fon und den ältesten Assistenten zu meinem Haus. Der Fon selber ist zwar dabei aber die Tradition wird in dem Haus von den ältesten ausgeführt. Von meiner Mentorin erfuhr ich dass dies lediglich einmal durch das Haus gehen war. Um dass ganze in meinem Viertel kund zu geben, ist der Fon dann mit seinen Assistenten zum Round About (Treffpunkt in meinem Viertel) gegangen und übte dort noch seine Tradition aus. Nach ein Paar Tagen stand dann einer der Assistenten vom Palast vor meiner Tür und gab mir, meiner Mentorin und meiner Kollegin eine Einladung vom Fon.

Dies war die Einladung, ein Palmblatt.

Uns wurde dann aufgetragen Samstagmorgens um 7 Uhr zum Palast zu kommen. Außerdem sollte jeder von uns ein Huhn und Palmwein mitbringen. Warum wir dorthin sollten sagte der Assistent uns nicht. Da ich an dem Tag verhindert war gingen meine Mentorin und Kollegin an dem Samstag mit dem Huhn und dem Wein zum Fon. Wir waren uns alle drei sicher, dass wenn der Fon uns einlädt, dass es Neuigkeiten über den Diebstahl gibt. Leider war dieser Besuch ein totaler Misserfolg und der Fon erzählte lediglich, dass er uns und das gesamte Team von der Schule an einem Sonntag erwartet. Hierbei sollten meine Kollegen vor dem Thron schwören das sie es nicht waren. Hinzu kommt, dass uns aufgetragen wurde wieder jeweils ein Huhn und Palmwein mitzubringen. Daraufhin wurden wir sauer, da der Fon nichts herausgefunden hat aber ständig Geld oder andere Dinge haben möchte. Wir waren an dem Sonntag nicht bei ihm und ich habe auch nichts mehr gehört. Mein Handy und das Geld habe ich nicht wieder gesehen, aber ich habe den Fon kennengelernt und kann sagen das ich beim König war. In Kamerun ist es etwas besonderes zum König zu gehen und daher war es auch für meine Mentorin und Kollegin das erste mal dass sie dort waren. Jeder hat Angst vor ihm und meidet es daher zum Fon zu gehen wenn es nicht nötig ist. Es war für mich eine neue Erfahrung und ein neues Erlebnis in Kamerun und trotz des ganzem hin her und her sehr aufregend für mich.

So nun wollte ich von meiner ersten Reise in Kamerun berichten. Ich war mit drei anderen Freiwilligen in Limbe am Meer. Limbe ist ca. 11 Stunden von Kumbo entfernt gehört aber noch zum anglophonen Teil. In Limbe befindet sich der Atlantische Ozean, was ein Grund war diese Stadt zu besuchen. Von Limbe aus kann man außerdem den Mount Cameroon sehen und Guinea. Es war eine wunderschöne Zeit dort und ich habe für mich persönlich noch nie so viel Schöne Dinge in der Natur gesehen wie dort. Der Strand besteht dort nicht aus Sand sondern aus Vulkansteinen, ist aber trotzdem sehr schön. Gegen 9 Uhr morgens ist das Wasser soweit entfernt, dass man durch den nassen Sand laufen kann und dort etwas her spazieren kann. Hier sieht man dann viele Palmen mit Kokosnüssen dran und ganz viele andere Pflanzen. Die Aussicht zum Meer ist total schön. Mir war nicht bewusst, dass Kamerun solche schönen Seiten hat. Daher war der Besuch dort auf jeden Fall erfolgreich und es war ein super entspanntes stressfreies Wochenende. Unser Hotel war von der Stadt ca. eine halbe Stunde entfernt, was wir aber persönlich nicht schlimm fanden, da wir viel Zeit am Hotel und am Strand verbrachten. Das Wasser dort ist warm, selbst um 21 Uhr muss man dort nicht frieren und kann schwimmen gehen.

Dies ist die Aussicht vom Hotel

Hier sind die Vulkansteine gut zu sehen, allerdings kommt das Wasser da gerade zurück.

Hinten zu sehen ist eine Bohrinsel, diesen Ausblick hat man von der Stadt auf das Meer.

Diese Straße führt direkt in die Stadt von Limbe

Dieses Bild entstabd bei unserem Strandspaziergang.

Auf den Bildern könnt ihr etwas von Limbe und dem Meer sehen und es euch vielleicht etwas besser vorstellen wie es dort aussieht.

Das war es dann heute auch schon wieder von mir und ich freue mich euch beim nächsten mal wieder neue Erlebnisse mitzuteilen.

Liebe Grüße Luise 🙂

ARBEIT-WORK-ENDLICH SCHULE-SCHOOL RESUMES NOW

Hallo ihr Lieben,

nach einem Monat melde ich mich nun wieder und es ist etwas gutes passiert die Schule ist seit ein Paar Wochen geöffnet. Ich bin jetzt zwei Monate in Kamerun und kann nun endlich die Arbeit verrichten, die für meinen Freiwilligendienst vorgesehen ist. Seit dem 17.10.2017 ist die Schule geöffnet und jeden Tag kommen mehr Kinder. Ich Unterrichte in der Nurseryschool. Hier befinden sich Kinder im Alter von 2-6 Jahren. Bei uns wäre dies ein normaler Kindergarten, hier in Kamerun aber werden die Kinder schon richtig unterrichtet. Es wird unterschieden zwischen Nursery 1 und Nursery 2. In Nursery 1 befinden sich normalerweise die kleineren Kinder das heißt die zwei und dreijährigen. In Nursery zwei sind dann die Kinder von vier bis sechs Jahren. Mein Tag sieht also wie folgt aus, ich fange um 7:30 an, bin aber meistens die erste, da es mit der Pünktlichkeit in Kamerun nicht so eng genommen wird. Meine Kollegen kommen meist gegen 8 und auch die Kinder kommen nicht alle pünktlich um 7:30. Gegen 9 Uhr starten wir dann meistens. Wir singen und tanzen mit den Kindern und beten bevor wir mit dem Unterricht beginnen. Meine Kollegin, mit der ich zusammen Unterrichte startet dann und spricht sich mit mir ab womit wir an dem Tag anfangen wollen. Ich darf auch unterrichten und versuche dies so spielerisch wie möglich, da ich von der Unterrichtsmethode nicht begeistert bin. In Kamerun werden die Kinder ab einem Alter von zwei Jahren unterrichtet. Sie lernen Dinge wie das ABC, Zahlen, Objekte, Schreiben etc. Dies fällt mir super schwierig, da man es vielen Kindern vor allen den jüngeren anmerkt, das sie einfach noch zu jung für diesen Unterricht sind. Außerdem werden Dinge wie zum Beispiel das zählen von den Kindern nicht wirklich aufgenommen, sie lernen es eher auswendig und verstehen aber nicht den eigentlichen Sinn dahinter. Hinzu kommt, dass meist zu viel Unterricht stattfindet und wenig Zeit für Spielraum da ist. Glücklicherweise macht meine Organisation der Schule die ISTP regelmäßig Meetings mit uns Freiwilligen um solche Dinge zu besprechen. Ich habe meine Meinung geäußert und wir sind nun dabei es zu verändern. Das Problem ist nur, dass wir nicht von heute auf morgen einen normalen Kindergartenalltag beginnen können, da die Eltern dann ihre Kinder nicht mehr schicken würden. In Kamerun verfolgen alle Schulen die oben genannte Methode in der Nurseryschool und daher wird es auch von den Eltern verlangt. Die ISTP möchte jetzt an einem Elternabend besprechen, dass die Kinder zunächst nur Freitags Hausaufgaben bekommen und nicht jeden Tag wie sonst. Des weiteren möchten wir den Eltern versuchen zu erklären, dass es besser wäre nicht so junge Kinder zu unterrichten, sondern sie anders für ihr Alter entsprechend zu fordern. Ich werde euch auf dem laufenden halten und berichten ob eine Veränderung statt gefunden hat.

Leider sind nun seit fast zwei Wochen keine Kinder mehr da. Es gab ein Flugblatt auf dem Stand, dass wenn Eltern ihre Kinder in Ambazonien also im anglophonen Teil zur Schule schicken den Kindern etwas passiert. Die Eltern haben verständlicher Weise angst und daher sind keine Kinder da. Diese Meldung ist vermutlicher Weise wieder im Umlauf, da sich hier im anglophonen Teil immer noch nichts verändert hat und der frankophone Teil immer noch mehr Unterstützung bekommt während hier alles benachteiligt ist. Es besteht aber kein Grund zur Angst um mich, da es hier ruhig ist. Das einzige Problem ist nun mal wieder, dass keine Schule ist. Ich hoffe natürlich, dass ich nächste Woche wieder durchstarten kann und werde mich ganz bald wieder melden.

Liebe Grüße

Luise 🙂

Hier noch ein Bild von den Kindern, sie hatten die Aufgabe etwas zu malen, was nicht von allen gemacht wurde wie man sieht. 🙂

 

Die Anglophone Situation

Hallo ihr Lieben

Es ist etwas Zeit seit meinem letzten Blogeintrag vergangen und ich kann mich nun endlich wieder melden. Ich wollte diesen Eintrag dazu nutzen euch die derzeitige Situation zu erklären. Ich weiß das sich einige von euch sorgen machen, daher ist es Wichtig euch zu erklären was die Anglophone Situation wirklich ist und wie dramatisch es ist oder auch nicht.

Ich habe bereits in einem Blogeintrag kurz darüber berichtet, dass der anglophone Teil in jeder Hinsicht benachteiligt wird und daher stille Streiks herrschen.

Der anglophone Teil wird auch Ambazonien genannt. Die Ambazonias, also die Anwohner im anglophonen Teil möchten, dass Ambazonien nicht mehr benachteiligt wird, also das nicht nur der frankophone Teil im Vordergrund steht, sondern das ganze Land gleich behandelt wird. Dies ist leider nicht der Fall, daher gab es in letzter Zeit einige Proteste und Streiks. Die Ambazonias kämpfen für Ambazonien, dafür dass es ein eigener Staat wird oder das komplette Land gleich behandelt wird. Diese Leute sind keine gefährlichen Menschen, es sind lediglich die Bewohner im anglophonen Teil diese für Ambazonien kämpfen. Das Problem an diesen ganzen Streiks und Protesten ist nur, dass die Leute es an diesen Tagen übertreiben und sich zu sehr dort rein steigern. Sie reagieren nicht auf Befehle von der Polizei und dem Militär. Daher kommt es durchaus zu Schüssen und Leute sterben. Ein Problem in Kamerun ist, dass Polizei und Militär dann schießen dürfen wenn sie es für richtig halten. Genau aus diesem Grund kommt es an solchen Tagen dazu das manchmal Leute sterben oder angeschossen werden. Das klingt für außenstehende jetzt schrecklich und jeder der diesen Eintrag liest, ist jetzt wahrscheinlich noch mehr besorgt um mich. Ich kann aber nur ausdrücklich sagen, dass kein Grund zur Sorge besteht, da ich an solchen Tagen immer im Haus bleiben muss und nichts davon mitbekomme. Außerdem bin ich an diesen Tagen nie alleine. Brot für die Welt und auch unseren Mentoren ist es wichtig, dass die Freiwilligen im anglophonen Teil diese Tage gemeinsam verbringen. Das heißt, dass ich entweder in Bamenda bin oder die Freiwilligen aus Bamenda bei mir in Kumbo sind. Zudem werden wir hier wirklich gut beschützt und werden früh genug in Kenntnis darüber gesetzt wenn etwas anliegt. Da letzte Woche das ganze Wochenende über gestreikt wurde, haben unsere Mentoren beschlossen dass wir das Wochenende in Bafoussam im frankophonen Teil verbringen. Wir nutzten die Chance und besuchten Ruben unseren Mitfreiwilligen dort. Darüber berichte ich gleich um nochmal. Um auf die Streiks zurück zu kommen. Es ist jetzt ruhig im anglophonen Teil und es sind derzeit auch keine neuen Streiks geplant. Ich kann nur nochmal betonen, dass es mir und auch den anderen gut geht. Wir sind nicht in Gefahr, solche Tage sind für uns wie Sonntage in Deutschland. Den ganzen Tag im Haus verbringen und nichts machen. Wir bekommen wirklich gar nichts mit was sich draußen abspielt. Ich fand es nur wichtig kurz einmal darüber zu berichten.

Kommen wir zu meinem Besuch bei Ruben in Bafoussam. Ruben wohnt nicht direkt in Bafoussam, sondern in einem kleinen Nebenort Namens Mbou. Dieser Ort ist so klein, dass es hier zwar das nötigste zu kaufen gibt man aber ansonsten immer nach Bafoussam muss. Bafoussam ist keine schöne Stadt. Der Markt ist viel zu voll, es sind zu viele Menschen dort und durch den vielen Verkehr ist die Luft dort auch nicht sonderlich schön. In Mbou bei Ruben, ist dahin gegen ruhig und Landschaftlich super schön. Wir sind den einen Tag vom Mbou nach Bafoussam durch die Natur gelaufen. Hier von stelle ich später Bilder rein. Im ganzen war es ein schönes Wochenende dort, aber mir gefällt es im anglophonen Teil dann doch besser, da meine größte Schwierigkeit war mich zu verständigen. Mein Französisch ist nicht gut genug um mich zu Unterhalten oder was zu bestellen wie Kaffee oder ähnliches. Daher war ich heilfroh als ich mich dann wieder in Englisch unterhalten konnte.

Ein Papaya Baum

Bambus

Komm ich nun zu einem neuen Thema. Ich habe in Kumbo bereits neue Leute kennengelernt sowohl Deutsche Freiwillige wie auch Kameruner. Ich bin nun Mitglied einer Organisation, die gerade gegründet wird. In dieser sind wir drei Deutsche Freiwillige und der Rest Junge Kameruner im Alter ab 18. Es ist eine Organisation für Menschen Rechte, die Entwicklung junger Menschen und die Umwelt in Kamerun. Der Name ist Kumbo Youth Development and Environmental. Allerdings kann ich noch nicht mehr berichten über diese Organisation, da wir bisher erst ein Treffen hatten. Außerdem bin ich mit den Leuten von der Organisation ein Wenig die Umwelt und Natur in Kumbo erkunden gegangen. Es ist wahnsinnig schön gewesen. Bilder stelle ich natürlich auch mit rein. Auf dem Weg haben wir uns umgeschaut ob es Platz gibt um Dinge zu Pflanzen und hierbei die Jugendlichen mit einzubeziehen. Dies ist ein Punkt, den wir in unserer Organisation planen. Wir wollen die Jugend mehr einbeziehen und ihnen zeigen, was es überhaupt alles für Pflanzen gibt und für was man sie verwenden kann. In der nächsten Zeit werde ich euch einen Ausführlichen Beitrag zu der Organisation schreiben.

Das war es den auch für heute schon wieder von mir und ich werde mich bald wieder melden.

Liebe Grüße Luise 🙂

ASHIA FOR YOU

Hallo ihr Lieben,

Ihr fragt euch bestimmt, was die Überschrift bedeuten soll. Hierzu gibt es eine simple Erklärung. ASHIA ist das Wort in Kamerun, was einem häufig begegnet und gesagt wird. Es gibt keine wirklich Bedeutung zu diesem Wort, es wird einfach in jeder Hinsicht benutzt. Zum Beispiel, wenn ich Krank bin bekomme ich Ashia zu hören, oder wenn ich hinfalle, „Ashia“. Es ist also für die Kameruner ein wichtiges Wort und deshalb begegnet es einem auch Tag täglich. Zu Anfang, war ich total perplex weil ich nie wusste was möchte derjenige jetzt von mir und wie reagiere ich. Mittlerweile gehört Ashia auch schon zu meinem Wortschatz und ist völlig normal für mich geworden.

So das als kleiner Einstieg für meinen Beitrag. Kommen wir nun zum anderen Teil. Am Wochenende habe ich meine Mit freiwilligen Lukas,Maria und Carla in Bamenda besucht. Ich war schon-mal dort, bin aber noch nicht alleine mit dem Transport dorthin. Die Reise lief wie folgt ab, ich bin zu dem Platz gefahren Namens Park, wo alle Autos stehen die Richtung Bamenda fahren. Schon als mein Bikefahrer langsam auf dem Platz fuhr, rannten mir Leute entgegen und wollten mir als ich noch auf dem Bike saß meinen Rucksack abnehmen, weil jeder von ihnen wollte das ich deren Transport nehme. Mein Bikefahrer reagierte darauf nicht und fuhr mich zu einem kleinen Bulli. Dort kam der Kartenverkäufer auf mich zu und verkaufte mir eine Karte. Hierfür bezahlt man 2,500 France , das sind 3,81€ für eine 90 km fahrt. Also im Vergleich zu Deutschland total wenig. Es wird es losgefahren, wenn das Auto oder in meinem Falle der Bulli voll ist. Da voll aber nicht die vorgesehene Personenanzahl heißt sondern auch wohl 3-4 Passagiere mehr, kann es sein das man etwas Wartezeit mitbringen muss. Ich hatte leider kein Glück, als ich ankam da der Bulli noch nicht mal mehr halb besetzt war. Also musste ich anderthalb Stunden warten bis die Fahrt los ging. In dem Bulli saßen 13 Personen plus Fahrer. Erstaunlicherweise war es aber recht komfortabel und nicht ganz so eng wie ich befürchtet hatte. Von dem Bulli habe ich bislang leider kein Foto. Ihr könnt euch ihn Vorstellen wie in afrikanischen Filmen oder wie ein alten VW Bus. Nach drei Stunden erreichte ich Bamenda und wollte mich eigentlich von dem Fahrer an der Fonscha Junction springen lassen (der Ort wo die anderen Wohnen), dass ging aber leider nicht da mein Gepäck auf dem Dach lag. Also fuhren wir zu dem Sammelplatz in Bamenda. Netterweise organisierte mir ein Kamerunischer Mitpassagier ein Bike und sorgte dafür, dass ich eine gerechte Summe bis zur Fonscha Junction zahle. Dies klappte alles einwandfrei und ich kam heile bei den anderen an. Um mal wieder Bezug auf Deutschland zu nehmen, kann man diese Weise von Transport mit Flixbus oder Blabla Car vergleichen nur dass das Auto oder Bulli mit mehr Personen besetzt wird. Außerdem fährt man in Kamerun durch wahnsinnig viele Kontrollen bei denen man durchgewunken wird und weiterfahren darf oder aber anhalten muss. Auf dem Hinweg wurden wir dreimal angehalten und alle Passagiere mussten aussteigen und ihre Ausweise vorlegen. Auf dem Rückweg nach Kumbo ging die Fahrt nur 2 Stunden, da wir bei jeder Kontrolle weiterfahren durften. Grund dafür war aber auch vermutlich, dass es diesmal kein Bulli war sondern ein PKW. Außerdem saß ich auf dem Rückweg zu zweit auf dem Beifahrersitz und hatte es nicht so komfortabel wie auf der Hinreise.

Kamerun ist nicht so ausgestattet mit Milchprodukten wie Deutschland. In ganz Kamerun ist es fast gar nicht möglich Milch zu erwerben und wenn dann nur in kleinen Dörfern. Als Ersatz gibt es hier Milchpulver, sodass ich meinen Kaffee nicht schwarz trinken muss. Es ist in Ordnung aber nicht zu vergleichen mit echter Milch. Ganz muss ich aber doch nicht auf richtige Milch verzichten da es in Kumbo in dem Coffee Shop von Edwin Kaffee mit echter Milch gibt. Edwin ist einer der wenigen der Milch hat und Käse produziert. Außerdem verkauft er Pizza. Aus diesem Grund ist sein Coffee Shop ein Anlaufpunkt für Touristen und Freiwillige. Da ich in Kumbo schon Kontakt mit zwei anderen Freiwilligen habe, waren auch wir schon bei Edwin um Pizza zu essen und Kaffee mit Milch zu trinken. Auch wenn ich das Essen in Kamerun gerne mag, war es mal wieder total lecker Pizza zu essen.

Hier ist ein Foto von unseren Pizzen.

Außerdem zeigten mir die beiden Freiwilligen das Kloster in Romajai. Wir wurden herzlich begrüßt und die Schwestern freuten sich alle uns zu sehen. Sie sind jedes Jahr total neugierig die neuen Freiwilligen kennen zu lernen und haben auch zu uns gesagt das wir jeder Zeit herzlich Willkommen sind. Der Ort Romajai liegt ein wenig höher als Tobin in dem Ort in dem ich wohne und ist ca. 30 min von mir entfernt. Außerdem sieht man hier mehr von der ist die Natur hier super schön, wenn man wie wir es gemacht haben querfeldein zurück geht und nicht die gewöhnlichen wege benutzt. Auf diesem Weg ist das Foto entstanden, was ca. zwischen den Orten Romajai und Square war.

Ohne Strom und Wasser auszukommen, da bin ich bereits drin geübt. Das Stromnetz in Kumbo ist nicht so stabil, daher habe ich des öfteren keinen Strom und dies auch manchmal drei Tage nicht. Man kann die Uhr danach stellen, dass um 18.00 der Strom ausfällt, da alle Leute um diese Zeit ihr Licht anstellen aufgrund der Dunkelheit. Wenn dann noch das Wasser fehlt ist man im ersten Augenblick geschockt oder man lacht einfach darüber so wie ich, da mich hier nichts mehr so schnell schocken kann. Ich hatte also drei Tage kein Strom und kein Wasser. Glücklicherweise fülle ich meine leeren Flaschen immer direkt mit Wasser aus dem Hahn auf damit ich in so einem Fall nicht ganz ohne muss. Das hört sich jetzt vielleicht total schrecklich an, aber man kommt durchaus super ohne Wasser und Strom klar. Ich kann sagen, dass ich es mittlerweile total zu schätzen weiß wie gut ich es in Deutschland habe. Ich freue mich jedes mal wenn mein Strom wieder da ist und ich fließend Wasser habe, aber ich kann nicht sagen das es mir schlecht geht wenn diese Dinge nicht vorhanden sind. Es ist einfach, dass ich gelernt habe damit um zu gehen wie wichtig Wasser ist und in Ausfallsituationen anfange mit dem Wasser zu sparen und dreimal überlege ob ich jetzt wirklich Wasser für bestimmte Sachen brauche. Hinzu kommt, dass ich ja durch aus Wasser hatte nur halt kein fließend und daher sehr gespart habe.

Ich bin nun am Ende meines Eintrages muss aber noch einen Wichtigen Punkt äußern. Ich habe euch ja bereits erklärt, dass im anglophonen Teil gestreikt wurde und es zwar jetzt still ist aber der Streik im stillen herrscht. Das heißt er findet im SMS und Internet Verkehr statt, so dass Montags meist gestreikt wird und die Geschäfte dann zu haben. Diese Tage heißen Ghost Town und es ist nicht weiter schlimm, nur dass alles geschlossen hat und man eher im Haus bleibt, also wie ein Sonntag bei uns. Nun geht das Gerücht herum, dass die Regierung ab dem 30.09.2017 das gesamte Telefon und Internet abstellen will so das man keine Chance hat zu kommunizieren. Bezweckt werden soll damit, dass die stillen Streiks aufhören. Es ist aber kein Grund sich Sorgen um mich zu machen, da es sich nicht auf das Leben hier auswirkt, Es ist ruhig im anglophonen Teil und ich bin in Sicherheit. Das heißt nur, dass dies hier eventuell erst mal der letzte Eintrag ist und ich mich dann melden würde sobald es möglich ist. Wir hoffen alle, dass es nicht umgesetzt wird und von Kamerunern habe ich erfahren das solche Gerüchte schon öfter im Raum standen aber nie geschehen sind. Falls es also Wahr ist freut euch umso mehr drauf wenn ich dann wieder bloggen kann.

Liebe Grüße

Luise 🙂

Das Leben in Kamerun

Hallo ihr Lieben,

Nach längerer Zeit blogge ich nun wieder . In Kamerun ist das mit dem Internet alles ein wenig komplizierter. Ich habe einen Internetstick auf dem ich regelmäßig Guthaben laden muss. Leider war ich verhindert und habe es jetzt endlich geschafft.

In dieser Zeit ist eine Menge passiert. Ich hatte an einem Wochenende Besuch von Carla eine Mitfreiwillige die in Bamenda wohnt. In Kamerun ist es üblich , dass man den Besuch einlädt, dass heißt genug im Haus hat und ihn an allen Mahlzeiten teilhaben lässt. Da Fleisch in Kamerun sehr teuer ist, gibt es dies nur zu Anlässen zum Beispiel bei Besuch. Aus diesem Grund kam meine Mentorin auf die Idee Huhn vorzubereiten und auf dem Markt einzukaufen. Das läuft aber nicht wie in Deutschland ab, dass man mal eben in den Supermarkt geht. Man geht auf den Markt und besorgt sich ein Huhn und zwar ein lebendiges. Im ersten Moment konnte ich das gar nicht fassen und stellte mir die Frage wie ich das Huhn mit nach Hause bekomme, da man hier als Transportmittel eher ein Motorrad als ein Taxi bekommt. Die zweite Frage die ich mir stellte, war wie ich dieses Huhn nun geschlachtet bekomme und auseinander nehme. Meine Fragen beantworteten sich schnell. Meine Mentorin schnappte sich das Huhn stieg damit auf das Motorrad und wir fuhren zu mir nach Hause. Während ich schon mal ins Haus ging verschwand Solange ( meine Mentorin) mit dem Huhn. Als sie wieder kam, war dieses Bereits nicht mehr Lebendig und ich schaute ihr dabei zu wie sie das Huhn rupfte und auseinander nahm. Ich muss sagen, dass ich im ersten Moment total überrascht war wie man hier „Fleisch kauft“, aber mittlerweile ist es in Ordnung für mich. Außerdem haben Carla und ich an diesem Wochenende traditionelles kamerunisches Essen kennengelernt. Dies nennt sich Njamajama und Fufu. Fufu ist ein Brei aus Maiskörnern und wird als ein Dicker klumpen serviert. Da dieser aber keinen wirklichen geschmack nach weist wird Fufu mit Njamajama gegessen. Dies ist eine Art von Gemüse und wird mit Tomaten und Zwiebeln gekocht. Am Anfang, war es etwas komisch, da man dieses Gericht mit den Händen isst und der Geschmack erst gewöhnungsbedürftig war. Nach ein Paar malen, legt sich das und ich esse es jetzt sogar echt gerne.

Dies ist ein Foto vom dem Gericht.

Hier Versuche ich Fufu zu kochen

Es ist nun September und normalerweise sollte die Schule seit dem 04.09.2017 angefangen haben. Die Kinder waren seit acht Monaten nicht mehr in der Schule aufgrund von der anglophonen Krise. In dieser geht es um die Marginalisierung des anglophonen Teil also des englischsprachigen Teil. Dieser ist in jeder Hinsicht benachteiligt und daher herrscht seit acht Monaten ein Streik, aus diesem Grund waren die Schulen geschlossen. Der frankophone Teil wird in jeder Hinsicht unterstützt und die Schulen werden weitaus besser unterstützt als im anglophonen Teil. Kumbo befindet sich im anglophonen Teil, weshalb mich der Streik auch betrifft. Meine Organstation die ISTP; setzt sich dafür ein, dass die Kinder trotz des Streikes eine Chance zum lernen haben. Es gibt viermal in der Woche den sogenannten social service, indem von 8-11 Uhr Kinder im alter von 2-8 Jahren kommen können. Hierbei geht es nicht nur darum, dass die Kinder lernen zu Lesen, Schreiben und rechnen, sondern dass sie lernen in einem sozialen Umfeld aufzuwachsen. Das die jüngeren auf die älteren acht geben und jeder willkommen ist. Die Kinder begrüßen diesen Service und haben diesen in ihrer Ferienzeit von Juli bis August besucht. Ich habe diesen Service bereits begleitet und war ein wenig Überrascht als von mir verlangt wurde den Nursery-Kids also den Kindern im alter von 2-5 Jahren Zahlen und Buchstaben beizubringen. Ich kann mich dagegen aber leider nicht ganz wehren, da dies hier üblich ist und bei Missachtung zu Beschwerden der Eltern kommt. Im ganzen gefällt mir dieser Service aber ganz gut, Die Kinder sind super aufgeschlossen und Freuen sich jedes mal mit mir etwas zu machen. Es wird nicht nur gelernt, sondern viel Zeit damit verbracht spiele zu spielen und vor allem zu singen.

Da der 04.09. bereits war, sind die Schulen nun wieder geöffntet. Leider waren bisher so gut wie keine Kinder in der Schule, da die Eltern angst haben diese zur Schule zu schicken. Am Anfang des Streikes kam es zu angriffen in Bezug auf den Kindern welche zur Schule gingen. Aus dem Grund sind die Eltern besorgt und lassen ihre Kinder zuhause. Außerdem, glauben die Eltern nicht, dass die Schulen nun wirklich wieder geöffnet sind und keine Gefahr mehr besteht, da der Streik seit mehreren Monaten still ist.

Die ISTP, möchte bezwecken, dass die Kinder zur Schule gehen. Mithilfe von Ansprachen in der Kirche soll erreicht werden, dass die Eltern ihre Kinder zur Schule schicken. Daher hoffe ich das die nächste Woche erfolgreicher wird. Wenn weiterhin keine Kinder kommen oder nur vereinzelt, wird zunächst erst mal der social service weitergeführt. Für mich heißt dass, das ich also trotz alle dessen arbeiten kann. Trotz dessen hoffe ich natürlich auch, dass in den nächsten Wochen die Schule ganz normal starten kann.

Hier sieht man die Kinder mit mir am zählen üben.

In Kamerun ist es üblich sich die Kleidung schneidern zu lassen. Ich bin also auf dem Markt gewesen habe mir Stoff besorgt und der Schneiderin anschließend gesagt was ich gerne haben möchte. Man wird dann ausgemessen, bezahlt und holt nach ca. einer Woche die Kleidung ab. Ich war überrascht wie günstig dass ist, da ich für eine Hose, ein Oberteil und ein Kleid nur 10,000 France bezahlt habe. Das sind umgerechnet 15€, also im weiten nicht so teuer wie in Deutschland.

Dieses Foto zeigt mich mit meinem ersten geschneiderten Kleid.

So ich denke, dass ich für heute genügend Informationen geliefert habe. Daher werde ich mich in den nächsten Tagen melden.

Wie versprochen könnt ihr auf den Bildern unten meine Wohnung sehen.

Liebe Grüße aus Kumbo sendet euch Luise 🙂

Meine erste Woche in Kamerun

So jetzt bin ich seit einer Woche in Kamerun und habe bereits viel erlebt. Die ersten vier Tage war ich mit den anderen Freiwilligen von Brot für die Welt auf einem Seminar in Douala, eine größere Stadt in Kamerun. Am ersten Abend gingen wir durch die Stadt und ich bekam meine erste Liebeserklärung von einem Kameruner. Als wir ihm sagten das er aufhören soll, verlangte er Geld. Mit ein bisschen herum gerede ging er auch ohne das Geld. Außerdem waren wir in einer Bar und fuhren zu neunt mit dem Taxi plus fahrer. Das ist in Kamerun normal es werden so viele Leute wie möglich in ein Taxi gesteckt. Auf dem Rückweg gingen wir zu Fuß zu unserer Unterkunft und Ruben ein Mitfreiwiliiger schaute nicht auf dem Boden und war in einem Gulli verschwunden. Kamerun ist längst nicht so entwickelt wie Deutschland, von daher ist so ein offenes Loch mitten auf dem Gehweg dort etwas ganz normales. In Douala besuchten wir den Markt und waren alle Überrascht, da es dort undglaublich viel frisches Obst und Gemüse gibt, aber auch viel Fleisch und Fisch. Zu dem Fleisch und Fisch muss ich sagen, dass wir als Europäer das dort nicht kaufen sollten, da es direkt auf dem Markt zerlegt wird und nicht gerade hygienisch ist.  Essen in Kamerun ist ein wichtiger Punkt, man isst rund um die Uhr. Jeder bietet einem was an und die Portionen sind so viel, aber es ist unhöflich nicht auf zu essen und das essen abzulehen. Da ich gerade erst neu bin akzeptieren die Leute es bei mir wenn ich es nicht auf esse.

Seit Donnerstag Abend bin ich in Kumbo in der Stadt in der ich meinen Freiwillgendienst verbringe. Ich habe hier eine super große Wohnung mit Küche, Bad, Wohnzimmer und zwei Schlafzimmern.  Meine Wohnung ist eher für Wohlhabendere Leute. Ich besitze eine normale Toilette und habe einen Herd mit Backofen. Viele Kameruner kochen über einer Feuerstelle in ihrer Küche und haben nicht den Bonus den ich besitze. Die Wohnung ist in dem Viertel Tobin und in einer sehr sicheren Lage. In den ersten Tagen in Kumbo verbringe ich jeden Tag mit meiner Mentorin, da die Schule aufgrund der Ferien erst im September beginnt. Meine Mentorin hilft mir mich in Kumbo zu orientieren und fährt mit mir an viele Orte die wichtig sind. Zum Beispiel der Main Markt, hier bekommt man alles an Obst und Gemüse, Kleidung und Stoffen. Außerdem ist hier der Super Markt in dem ich Dinge wie Wasser und Öl kaufen kann. Dann gibt es einen Ort an dem ich Brot bekomme.  Es ist wichtig, dass man die Namen der Orte weiß, da man im Taxi immer nur den Ort sagt. Wenn ich also Brot kaufen möchte muss ich im Taxi square sagen, da dies der Ort ist wo ich es bekomme. Klingt zunächst kompliziert, aber ich habe es mittlerweile Verstanden. Ich denke mit der Zeit werde ich mich dort super Orientieren können. Außerdem habe ich gemerkt, das ich mich super schnell hier an die Veränderungen gewöhne. Zum Duschen gibt es in Kamerun nur kaltes Wasser. Am ersten Tag war es ein totaler Schock für mich aber mittlerweile ist es okay für mich unter die kalte Dusche zu gehen.

Ich werde versuchen in den nächsten Tagen wieder zu Bloggen und dann Bilder von meiner Wohnung online zu stellen.

Bis die Tage und Liebe Grüße nach Deutschland 🙂

Hier sind nun ein Paar Bilder von der Umgebung dort.

Vorfreude steigt

Hey Leute,

in 4 Tagen werde ich Deutschland verlassen und in den Flieger richtung Kamerun steigen. Mittlerweile steigt bei mir die Vorfreude aber ich bin auch aufgeregt und verlasse das Land mit gemischten Gefühlen. Ich verlasse meine Familie, Freunde, meinen Freund und Verwandte für ein Jahr. Da ist es ganz normal und Menschlich, dass ich mich nicht nur freue sondern auch traurig bin meinen engen Personenkreis zu verlassen. Diese Personen sind dann zunächst erstmal nicht mehr greifbar für mich und ich kann nicht wie sonst bei Problemen zu meinen Freunden gehen sondern bin dort am Anfang auf mich alleine gestellt und muss mir erstmal für das Jahr einen neuen Personenkreis aufbauen den ich mich anvertrauen kann. Trotz dessen ist meine Vorfreude groß ich bin einfach so gespannt was ich in diesem Jahr alles erlebe. Am meisten bin ich erstmal auf die Ankunft gespannt und auf die Menschen die uns, also die sechs anderen Freiwilligen die mit mir dorthin gehen abholen. Ich kann mir noch gar nicht vorstellen wie es dort aussieht und wie das Leben dort ist, wie meine Wohnung ist und die Arbeit. Wenn auch ihr mehr darüber wissen möchtet, dann schaut doch mal ab und zu hier rein. Ich werde versuchen mich nächste Woche zu melden wenn ich in Kamerun angekommen bin.

Liebe Grüße

Luise 🙂